Sitzung vom 21.03.2018

Bericht

über die Sitzung des Werksausschusses der

Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land

vom 21.03.2018

  

1.    Ausbau der Kirrberger Straße in Bechhofen; Auftragsvergabe Kanalarbeiten und Wasserleitungsbau

 

Im Zuge des geplanten Ausbaus der Kirrberger Straße wurden die Erneuerung des Mischwasserkanals sowie der Austausch der Trinkwasserleitung ausgeschrieben. Es handelt sich im Einzelnen um folgende Leistungen:

 

Kanal

Die Erneuerung der kompletten Abwasserleitung mit Stahlbetonrohren DN 700/800 sowie der zugehörigen Einsteigeschächte und Bauwerksanschlüsse aus hydraulischen Gründen.

Die Erneuerung von ca. 25 Kanal-Hausanschlüssen im öffentlichen Bereich sowie die Neuherstellung von 5 Hausanschlüssen mit PP-Rohren DN/OD 160 bis maximal 1 m

im Privatgelände.

Besonderheiten: Die Untergrundverhältnisse in der Kirrberger Straße sind als besonders schwierig einzustufen. Dies führt speziell zu Beginn der Ausbaustrecke wegen der Aushubtiefe dort im Kanalbau zu erhöhtem Aufwand für den Verbau der Gruben und im Hinblick auf die Verdichtung des einzufüllenden Materials.

 

Wasserleitung

Verlegung einer neuen Trinkwasserleitung wegen fehlender hydraulischer Leistungsfähigkeit des Bestands, bestehend aus GGG-Rohren DN 125, PN 16. Die Anschlüsse an die vorhandenen Wasserleitungen in der L 463, der Straße "Im Daumenbösch" und am Wirtschaftweg werden neu hergestellt. Zusätzlich werden die Hausanschlussleitungen im öffentlichen Bereich komplett, teilweise auch im privaten Bereich, durch PE100-Rohrleitungen DN 32 ersetzt und mit neuen HA-Schiebern an die neue Wasserleitung angebunden.

 

Der Ausbau der Kirrberger Straße in Bechhofen muss aus fördermittelrechtlichen Gründen bis zum 31.03.2018 durch die Ortsgemeinde vergeben werden. Die Arbeiten zum Ausbau der Kirrberger Straße wurden nach VOB unbeschränkt öffentlich ausgeschrieben. Die Vergabeunterlagen wurden von 14 Firmen abgeholt.

 

Zum Submissionstermin am 21.03.2018, 11:00 Uhr wurden drei Angebote eingereicht:

 

A

B

C

Submissionsergebnis (Brutto)

1.505.244,85

1.521.447,12

1.730.772,01

 

Die Kosten netto (ohne Arbeiten auf Nachweis) teilen sich wie folgt auf:

 

A

B

C

Straßenbau

574.128,92 

549.698,67 

880.293,72 

Werke

     

Kanal

437.664,42 

459.053,80 

420.558,07 

Wasser

243.244,77 

257.387,21 

142.864,00 

Sonst.

6.824,00 

5.000,50 

8.118,00 

Gesamt Werke*

687.733,19 

721.441,51 

571.540,07 

Summe:

1.261.862,11 

1.271.140,18 

1.451.833,79 

 

1.    Vergleich mit der Kostenschätzung:

 

Kostenschätzung

Netto

Brutto

Kanal

650.000,00 

773.500,00 

Wasser

210.000,00 

249.900,00 

Summe

860.000,00 

1.023.400,00 

 

1.    Kosten inkl. Ingenieurleistungen

 

Mit Honoraren

Netto

Brutto

Kanal

484.023,93 

575.988,48 

Wasser

270.936,15 

270.936,15 

Summe

754.960,08 

846.924,63 

 

2.    Finanzierung/Wirtschaftsplan

 

Wirtschaftsplan

Ansatz

Kosten, Brutto

Kanal

701.000,00 

575.988,48 

Wasser

168.840,00 

270.936,15 

 

Die Finanzierung des Ausbaus ist gesichert, da alle geplanten Maßnahmen im Bereich Wasserversorgung gegenseitig deckungsfähig und die Mittel im Wirtschaftsplan bei weitem noch nicht abgerufen sind. Der Vergabebeschluss muss vorbehaltlich der Angebotsprüfung und -wertung erfolgen. Der Auftrag wird in Abstimmung mit der Ortsgemeinde erteilt.

 

Sollte Bieter A der gesamtwirtschaftlichste sein, beläuft sich die Auftragssumme auf Brutto gesamt

MW-Kanalisation

437.664,42 €

Wasserleitung

243.244,77 €

Sonstige Arbeiten

6.824,00 €

Gesamt

687.733,19 €

zzgl. 19 % MWSt

130.669,31 €

Brutto

818.402,50 €

 

Der Werksausschuss beschließt die Vergabe an den gesamtwirtschaftlichsten Bieter.

 

 

2.    Kanal- und Wasserhausanschluss Finkenstraße Bechhofen; Auftragsvergabe

In der Finkenstraße soll ein hinterliegendes Grundstück erschlossen und bebaut werden.

Der Anschluss erfolgt in die Finkenstraße. Die Länge beträgt ca. 35 m. Für die Herstellung des Anschlusses wurden drei Angebote eingeholt:

Die Preise sind marktüblich und auskömmlich. Auf Grund der zwischenzeitlich vorgenommenen Geländeanpassung ist eher mit geringeren Massen und einer Unterschreitung der Bausumme zu rechnen. Ein Teil der Auftragssumme ist durch Einmalbeiträge in Höhe von 14.695,52 gegenfinanziert.

Der Werksausschuss beschließt die Vergabe an den gesamtwirtschaftlichsten Bieter, die Fa. A+B Staab aus Schmitshausen zum Preis von 24.626,77 EUR brutto.

 

 

3.    Beschaffung Betriebsmittel: Akdolit für die Wasseraufbereitung

Die beiden Brunnen in Käshofen und die in Bechhofen liefern insgesamt eine ausgezeichnete Rohwasserqualität. Die gesetzlichen Grenzwerte bezüglich von Schadstoffen werden weit unterschritten so dass die Rohwässer lediglich entsäuert und aufgehärtet werden müssen.

Die Aufbereitung erfolgt jeweils über zwei parallele Filterkessel, die mit dolomitischem Material (Akdolit) gefüllt sind. Es handelt sich dabei um ein Kalk-Granulat, das für die Entsäuerung von Wasser sorgt, in dem durch die Einstellung des pH-Werts das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht soweit beeinflusst wird, dass die Anforderungen der Trinkwasserverordnung erfüllt werden. Dabei erfolgt eine aus korrosionschemischer Sicht günstige Erhöhung der Konzentration von Calcium- und Hydrogenkarbonationen („Aufhärtung“). Das verbrauchte Filtermaterial wird händisch über Sackware durch Öffnen der Filterkessel wieder aufgefüllt.

Das Filtermaterial „Akdolit Gran“ (Käshofen) sowie „Akdolit Hydro-Calcit“ (Bechhofen) wird beim einzigen Hersteller LHoist S.A. aus Belgien bezogen. Die nächste Beschaffung des Jahresbedarfs ist im Juli 2018 für 2019 geplant, da mit entsprechend langen Lieferzeiten (6 Monate) zu rechnen ist. Schon in der Vergangenheit mussten wir durch Produktionsausfall bzw. Lieferschwierigkeiten Sackware bei benachbarten Werken leihen, bzw. umgekehrt dort mit unserer Ware aushelfen. Bei der Bestellung wird eine LKW-Ladung Sackware bestellt, um Transportkosten zu sparen:

16 Tonnen „Akdolit Gran“, zum Nettopreis von 8.960,- sowie 8 Tonnen Hydrocalcit zum Preis von 4.880,- netto.

Der Gesamtpreis beläuft sich damit auf Brutto ca. 16.500,00 EUR

Mittelfristig wollen wir versuchen, auf kostengünstigeres und besser verfügbares Material umzusteigen. Da jedoch die gesamte Aufbereitungstechnik auf diese speziellen Produkte abgestimmt ist, ist dies nicht ohne weiteres möglich. Im ersten Schritt werden wir nach Umbau der Aufbereitung in Käshofen (geplant Ende 2018) ein alternatives Produkt testen. Das vorhandene Granulat kann dabei Zug um Zug durch alternatives Material ausgeschleust werden.

Der Werksausschuss ermächtigt den Werkleiter zur Bestellung der Aufbereitungs-chemikalien für die Wasseraufbereitung in Käshofen und Bechhofen bis zu einer Summe von 18.000,00 EUR brutto.

 

Nichtöffentlicher Teil

 

4.    Erweiterung Kläranlage Bechhofen: Abrechnung Ingenieurleistungen

Der Werksausschuss fasst einen Beschluss zum weiteren Vorgehen.

 

 

5.    Reparatur Unimogs

Der Werksausschuss beschließt, dass Reparatur- und Instandsetzungsaufträge für die drei Unimogs der Werke - sofern sie wirtschaftlich vertretbar sind - dem Geschäft der laufenden Verwaltung zuzuordnen sind.

 

Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, Landauer Straße 18-20, D-66482 Zweibrücken, Telefon: 06332 - 8062 - 0, Telefax: 06332 - 8062 - 999, E-Mail: info@vgzwland.de